3. Juli 2023

Lore Duwe: Neue Erfahrungen mit „Szenografie“

In ihrer Kolumne „Mal unter uns…!“ kommentiert die beliebte Wuppertaler Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin und Autorin Lore Duwe das Stadtgeschehen damals wie heute aus ihrem ganz persönlichen Blickwinkel.

Bettina Milz, Leiterin Koordination Vorbereitung Pina Bausch Zentrum – © Thomas Rausch

Mal unter uns! Szenografie ist ein schwer auszusprechendes Wort. Aber was bedeutet der Begriff eigentlich? Das ist eine Nachfrage wert. Frei übersetzt bedeutet es: „Experimentale Gestaltung oder auch Weiterentwicklung des klassischen Bühnenbildes:“

Unter dieser Headline fand jetzt im Schauspielhaus, das in den nächsten Jahren zum Pina Bausch Zentrum wird, ein einwöchiger Workshop statt. Eingeladen waren interessierte Kunstschaffende aus Wuppertal und Umgebung. Eine spannende, innovative Herausforderung, besonders für Teilnehmer der älteren Generation wie mich. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht heraus.

Der Titel des Nachhaltigkeits-Workshops – © Lore Duwe

„Aus Alt mach Neu“ – ein geflügeltes Wort vergangener Tage erhielt jetzt eine neue Bedeutung. Es wurde gesägt, gehämmert, geschraubt, gemalt, genäht, gepflanzt und debattiert. So entstanden aus alten Bühnenbildern Tische, aus Stoffresten Tischdercken, aus Spanspalten kleine Gewächsplatten.

Titel des Workshops: „Something Old – Something New – Something Borrowed – Somethin Blue“. Übersetzt: „Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues“. Bettina Milz, Koordinatorin und Leiterin der Vorlaufphase des Pina Bausch-Zentrums, erklärte mir sehr gern die inhaltliche Hintergründe des von ihr initiierten und geleiteten Workshops. 

Bettina Milz bringt viel Erfahrung und tolle Referenzen mit. So gewann sie 1976 im Alter von 17 Jahren beim bekannten Wettbewerb „Jugend forscht“ den Umweltpreis mit ihrer Forschungsarbeit zum Thema „Wasser-Verschmutzung“. 

Impressionen vom Workshop – © Lore Duwe

Meine Frage: Wie anstregend war die Arbeit während des Workshops für Sie? Ihre Antwort: „Sie war hart, schön und spannend. Die Idee dahinter war ja, die Materialien von gebrauchten Bühnenbildern wieder zu verwerten, um so mit vorhandenen Resourcen sparsam und nachhaltig umzugehen. Unser Ziel: Empathische Äufklärung!“ Und das ist Bettina Milz eindrucksvoll gelungen. Darüber waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig.

Am letzten Tag sassen alle Beteiligte und Gäste der freien Kunstszene Wuppertal zu einem schmackhaften Dinner an einer über 50 Meter langen dekorierten, wieder verwertbaren und zusammenklappbaren Speisetafel und liessen die arbeitsreiche, spannende, unvergessliche Woche Revue passieren. 

Auch für mich eine tolle, neue, nachhaltige Erfahrung.

Ihre Lore Duwe / Euer Lörken

 

Lore Duwe: Immer offen für neue Erfahrungen – – © Manfred Görgens

 

Links zu „Pina Bausch Zentrum – Under Construction“

http://www.under-construction-wuppertal.de/

http://www.pinabauschzentrum.de/

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